Schutz vor Arzneimittel- fälschungen

Gefälschte Medikamente sind gefährlich. Sie können zum Beispiel keine aktiven Inhaltsstoffe,  eine falsche Menge aktiver Inhaltsstoffe, falsche Inhaltsstoffe oder Unreinheiten und Kontaminierungen enthalten. Beispiele für schädliche Inhaltsstoffe, die bereits in gefälschten Arzneimitteln gefunden wurden, sind u.a. Arsen, Borsäure, Ziegelstaub, Zementpulver, Kalkstaub, Bodenpolitur, bleihaltige Strassenfarbe, Nickel, Schuhcreme (um den Glanz auf der Tablette zu erzeugen) und Talkum-Puder.

Gefälschte Arzneimittel stellen ein Risiko für die Gesundheit der Bevölkerung dar, da sie oft illegal unter unhygienischen und unkontrollierten Bedingungen hergestellt werden, ihre Herkunft nicht nachvollzogen werden kann und ihre Inhaltsstoffe nicht gesichert sind.

Im Gegensatz zu den Marketing-Bemühungen der Fälscher, handelt es sich bei gefälschten Medikamenten nicht um „generische" Versionen von Markenpräparaten. Generika werden von den Aufsichtsbehörden der Länder auf ihre Unbedenklichkeit geprüft und genehmigt, Fälschungen jedoch nicht. Sowohl Marken- als auch generische Arzneimittel können gefälscht werden. Zu den am häufigsten gefälschten Medikamenten gehören unter anderem solche, die Viren, Infektionen, Diabetes, psychische Erkrankungen, Herzerkrankungen und erektile Dysfunktion (ED) behandeln sollen.

Fälschungen sind ein grosses Geschäft für Kriminelle. Der Verkauf gefälschter Arzneimittel hat im Jahr 2010 zu einem geschätzten Umsatz von 75 Milliarden US-$ geführt. Fälscher sind Kriminelle, die weltweit operieren, sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern und die sich wenig um öffentliche Gesundheit und Sicherheit sorgen. Viele Fälscher nutzen fortschrittliche Druck- und Verpackungsverfahren für die äussere Verpackung, während die Produkte unter fragwürdigen und unkontrollierten Bedingungen hergestellt werden.

Lillys Antifälschungs-Initiativen

Die Grundwerte von Lilly priorisieren die Patientensicherheit. Mit diesem Leitprinzip haben wir ein globales Antifälschungs-Team ins Leben gerufen, um alle erforderlichen Schritte zum Schutz der Patienten vor gefälschten Arzneimitteln einzuleiten. Unser Team vereint Know-How aus allen unseren Unternehmensbereichen einschliesslich dem Bereich der Herstellung, der globalen Sicherheit, des Verkaufs, der forensischen Labore, der Regierungsangelegenheiten, der Rechtsabteilung und anderer.  

Ein umfassender Ansatz  

  • Die globale Bedrohung durch Fälschungen bedarf eines holistischen und umfassenden Ansatzes, der Folgendes erfüllen muss:
  • Streben nach besserer Absicherung und Überwachung der globalen pharmazeutischen Lieferkette;
  • Erstellung eines starken rechtlichen Rahmens zur Unterbindung illegaler Aktivitäten;
  • Stärkung und Sicherstellung adäquater Strafen;
  • Ermöglichung eines Kapazitätenaufbaus für eine bessere Durchsetzung;
  • Sicherstellung einer fortführenden Kollaboration zwischen privaten und öffentlichen Sektoren; und
  • Stärkung der internationalen Kooperation.  

Partnerschaften zum Schutz von Patienten   

Wir arbeiten mit Einrichtungen der Regierung, Gesetzgebern und Grenzschutz zusammen, um Beamten zu helfen, gefälschte Arzneimittel zu identifizieren und aus dem Verkehr zu ziehen, um die Patienten davor zu schützen. Lilly verfügt über Partnerschaften mit Strafverfolgungs- und Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt, um kriminelle Fälscher und Personen, die absichtlich mit gefälschten Produkten weltweit handeln, zu lokalisieren und festzunehmen.   Um Fälschungen zu stoppen, müssen wir die Bemühungen von  Regierungen, Patientenorganisationen, medizinischen Netzwerken und Herstellern vereinen. Wir werden es nur schaffen, wenn wir zusammenarbeiten – und zwar weltweit.

Bildung und Aufklärung   

Lillys internationale Aufklärungsanstrengungen informieren Entscheidungsträger und im Gesundheitswesen tätiges Personal über die realen Gefahren gefälschter Arzneimittel. Lilly hat sich mit nicht-staatlichen Organisationen zusammengeschlossen, wie z.B. mit der World Health Organization, World Health Professionals Association, World Customs Organization, European Federation of Pharmaceutical Industries und anderen, um Patienten, medizinische Fachkräfte und Regierungsmitglieder auf den globalen Handel mit gefälschten Arzneimitteln aufmerksam zu machen. Die Bedrohung muss in vollem Ausmass erkannt werden, um einen internationalen Einsatz zu ermöglichen, um die steigende technologische Raffinesse und die zunehmenden logistischen Fähigkeiten der Fälscher zu bekämpfen.